
Die 64 Hexagramme des I Ging haben dieselbe Struktur wie die Aminosäuren im genetischen Code, die das Leben entstehen lassen.
Das chinesische I GING-Orakel, das Buch der Wandlungen, betrachtet das Leben ganz im Sinne des Tao Te King von Laotse aus der taoistischen Sicht eines inneren Gleichgewichtes durch Verständnis für die Gegensätzlichkeit des Lebens, Losgelöstheit, Achtsamkeit u. Nicht-Identifikation.
Die Struktur des I GING spiegelt das geheimnisvolle Räderwerk der Abfolge aller Ereignisse (Wandlungen), die das Schicksal anbieten kann. Die alchemistische Mathematik des I Ging offenbart die jenseits von Zeit und Raum existierende Ursprungsgesetze des Lebens im Universum.
Als Orakel und ältestes Buch Chinas antwortet das I Ging auf die entscheidende Frage: was soll ich tun? Es hält dem Fragenden, bildhaft verschlüsselt, einen Spiegel der Gegenwart, zeigt die Richtung in die sie in der Zukunft tendiert, eben den Wandel, und sagt, wie man in einer konkreten Situation handeln soll.
Durch seine 64 Hexagramme (= je 6 Zeichen), die durch entsprechende Bewegung von einem zum anderen übergehen, erhält man 64 x 64 = 4096 verschiedene Übergangszustände, die alle möglichen Lebens-Situationen erschöpfen und eine Weltformel aufbauen.
Das I Ging basiert auf die Dualität allen Seins bzw. allen Geschaffenen, wie sie aus der Perspektive des dritten Auge sowie der perspektivisch einander ergänzenden beiden Hirnhälften (intuitiv/logisch) automatisch entsteht. Das dritte Auge-Chakra (Organ: Hypophyse) besteht aus einer Doppelhelix (2 Blätter) und ist visuell bzw. visionär:
Es definiert einerseits das Leben dualistisch, binär und dialektisch, kann aber andererseits die Sicht und Empfindung von Gegensätzlichkeit und Ich-haftigkeit auflösen wie es Taoismus, Buddhismus und die indische Advaita-Philosophie (Non-Dualität) anstreben: „Die tiefe Ruhe dauert. / Sie ist die Mutter alles Ewigen. / Auf ihrer Bewegung beruht die Werdung / des Himmels und der Erden. / Die tiefe Ruhe ist Bewegung in sich selbst. / Ihre Bewegung beruht in sich selbst.“ (Laotse, Tao Te King)).
Die Zeichen des I Ging beruhen wie die Funktionsweise eines Computer auf ein System mit binärer einfachster Grundpolarität (beim PC sind es die Informationen „0“ = Strom „fließt nicht“ und „1“ = Strom fließt“). Selbst die physiologische Seite der Denkprozesse im menschlichen Gehirn erfolgt auf vergleichbarer Basis. Die 2 einfachen Grundinformationen, auf denen die 64 Archetypischen (C.G. Jung) Zeichen des I Ging, aufgebaut ist, sind:
a = Yin __ __ unterbrochene offene Linie, weiblich
b = Yang ______ durchgezogene geschlossene Linie, männlich
Durch Ausnutzung der Kombinations-Möglichkeiten durch je zwei Zeichen zusammen ergeben sich zunächst 4 mögliche Zeichen (aus der Zweiheit entsteht logischerweise die Vierheit, die keine Primzahl mehr ist, weil teilbar. Primzahlen sind nach Pythagoras „Heilige“ Zahlen, die Aufschluss über die Grundstrukturen der Schöpfung geben.
YinYin = aa
YinYang = ab
YangYang = bb
YangYin = ba
Im I Ging findet durch die Verwendung von 3 Zeichen ein Phasensprung von der Zwei-Dimensionalität in die Drei-Dimensionalität (= die „Wissenschaft der Dreiecke“) der nächsten Primzahl 3. Mit einem binären System wie das des I Ging Codes ergeben Trigramme mehr (9) kombinatorische Möglichkeiten (aaa, aab, abb, bbb, bba, baa, aba, bab), dh. mehr Darstellungen von Grundwahrheiten gegeben.
Im I Ging enthält ein Trigramm bereits eine eigene Botschaft als obere bzw. untere Hälfte eines vollständigen Hexagramms (6 Zeichen). Hier z.B. das offene „Yen“ (= aab):
___ ___ = Yin = a
___ ___ = Yin = a
________ = Yang = b
Die Natur erschafft das Leben mit einfachen Mitteln: auch der genetische Code setzt sich in seiner Basis aus eine solchen Dreier-Kombinationen zusammen: jeweils drei der insgesamt vier Grundbausteine für die Aminosäuren (aus denen der Zellkern besteht) werden jeweils kombiniert.
Sie bilden eine Reihe im DNS Doppel-Reißverschluss-Strang, das zur Hälfte aus Genen der Vater-Zelle, zur Hälfte aus Genen der Mutterzelle (bei Tieren und Menschen, bei Pflanzen ist es leicht anders aber ähnlich) gebildet wird.
Die vier Grund-Bausteine (Basen) für die Eiweiß-Moleküle, die Lebensträger sind, heißen: C(ytosin), A(denin), G(uanin), T(hymin) für die DNS und für die RNS: C / A / G / U(racil), das statt T(hymin) als 4. Base verwendet wird.
Diese 4 Eiweiß-Bausteine werden zu je Dreier-Kombinationen (Codons) zusammengesetzt. Dabei sind ,wie beim I GING Code, der die 64 Grund-Wandlungen im menschlichen Erleben und Schicksal beschreibt, genau 64 Kombinationen von Eiweiß-Molekülen möglich, die Lebensträger unserer DNS bzw. RNS und damit des gesamten Körperaufbaus sind:
CCC, CCA, CAA...,
AAA, AAC, ACC...
CCG, CGG...,
GGG, GGC, GCC, GGA, GAA, GGU, GUU...,
UUU, etc..
Es gibt rund 3 Milliarden solcher Tripletten bzw. Bausteine, die - nach der Reißverschluss-artigen Verschmelzung (Meiose, Mitose, Selektion und identische Reduplikation) der Erbmaterialien von Vater und Mutter, welche die 40. 000 Genen für die Merkmale wie Hautfarbe, Haarfarbe, Gesichtzüge, Körperbau, etc., ausmachen.
Eine weitere Parallele zwischen beiden Codes stellt das Phänomen, dass im genetischen Code die zwei Halt-(= Pausen- bzw. Unterbrechungs-)Codons UAA und UAG ihre numerische Entsprechung in den I Ging Zeichen Nr. 33 mit dem bezeichnenden Namen „Dun“ = der „Rückzug“ und Nr. 12 mit dem Namen „Pi“ = die „Stockung“ haben.
Darüber hinaus entspricht das Start-Signal im genetischen Code „UAG“ dem I Ging Zeichen Nr. 56 „Lü“ = der „Wanderer“.
Mittels 64 Kombinationen Hexagramme von je 6 Zeichen = 2 x 3 = ein Trigramm-Paar, womit die Dualität wiederum zum Prinzip erhoben wird) ermöglicht der binäre I Ging Code 64 zusammengesetzte Informationen
(aaaaaa, aaaaab, aaaabb, aaabbb, aabbbb, abbbbb,
bbbbbb, bbbbba, bbbbaa, bbbaaa, bbaaaa, baaaaa, etc.).
Jede von ihnen steht für eine Form der Wende im menschlichen Schicksal. Hier z.B. das I Ging-Hexagramm Nr. 62 (Jen-Gen) „Siau Go“ „Des Kleinen Übergewicht“ (Gelingen)
___ ___ Yin = a obere Hälfte:
___ ___ Yin = a Trigramm „Jen“
________ Yang = b
________ Yang = b untere Hälfte:
___ ___ Yin = a Trigramm „Gen“
___ ___ Yin = a
Da der genetische Code alles pflanzliche, tierische und menschliche Zellenleben überhaupt ermöglicht, ist es durchaus erlaubt, sein „Parallel-Code“, das I Ging, ebenfalls als Weltformel zu bezeichnen.
Das „Buch der Wandlungen“ beschreibt die elementaren Strukturen der Naturgesetze, Rhythmen, und Konstellationen, und karmischen Verfahren, die das menschliche Schicksals-Erleben steuern. Der Vergleich des objektiven DNS-Code mit dem subjektiven Code der Mächte des Schicksals lässt den Schluss zu, dass beide von denselben Mechanismen regiert werden bzw., dass sie einander spiegeln. Schließlich entsteht nach der Zeugung während des Verfahrens der genetischen Selektion (Auswahl der Gene) im Inneren des Zellkerns ein von jedem Menschen als schicksalhaft empfundenes karmisches Programm für die Ausgestaltung des Aussehens, der Schönheit, der Lebenstüchtigkeit und aller individuellen körperlichen Merkmalen.
In anderen Worten: alles pflanzliche, tierische und menschliche Leben entstand und erfuhr seine Ausformung und Fortpflanzung durch ein dem I Ging vergleichbares System, das die Form dieses Lebens darstellt, und ebenfalls aus 64 Code-Wörtern besteht, die eben zur Beschriftung des langkettigen Moleküls DNS verwendet werden. Wie auf folgender Graphik zu sehen ist hat die I Ging Struktur Entsprechungen mit dem astrologischem Schickalsrad.

Abb. I Ging und der astrologische Tierkreis
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