Thema 3 Persönlichkeitsentwicklung und Gaben

 Diese häufig gestellte Frage ist nicht einfach zu beantworten, denn sie kann sich auf verschiedene Dimensionen beziehen. Gibt es nur ein oder mehrere Themenbereiche als Inkarnationsziel?

Ist damit ein äußeres weltliches Gelingen gemeint oder das Erreichen einer inneren geistigen Reife gemeint?

Es ist nötig, die damit verbundene Vision zu präzisieren.

In der indischen Spiritualität unterscheidet man zwischen Karma und Dharma. Während ersteres ein Pflicht“programm“ für das Schicksalserleben meint, dem man sich nicht entziehen kann und das durch die Rückwirkung der taten früherer Leben auf einem zukommt, meint das zweit das frei gewählte Lebensziel, die eigentliche Lebensaufgabe.

Beides im Einklang zu bringen macht die eigentliche Lebenskunst aus, da das Karma begünstigend aber auch hindernd für das Dharma erlebt werden kann.

Wir sind als nicht immer frei darin die Vision zu verwirklichen, die wir vor der Inkarnation formuliert haben. Etwas über diese Vision zu erfahren ist sinnvoll, denn sie war unser Vorhaben in Sachen Lebensaufgabe bevor wir das Leben angetreten haben. Sind wir dieser Absicht gerecht worden?

 Eine der Antwort-Möglichkeiten besteht sicherlich darin, sämtliche Herausforderungen zu bewältigen, welche die verschiedene Abschnitte des Lebens mit sich bringen:

- sich entwickeln als Kind,

- seine emotionale und geschlechtliche Identität finden als Jugendliche/r,

- seinen Platz in Berufsleben und Gesellschaft finden als junger Mensch,

- das Gelingen der partnerschaftlichen Erfahrung,

- Familie gründen,

- intellektuelle Bildung oder künstlerische Selbstverwirklichung,

- und schließlich geistig-religiöse Sinnfindung.

Letztere, die spirituelle Sinnfindung, ist meistens das Anliegen von Menschen in reiferen Jahren, welche sich vielleicht am häufigsten die besagte Frage stellen.

Sie haben die vorhergehenden Formen existenzieller Fragen an das Leben - deren Inhalte sich durch die Begebenheiten des Lebens quasi von alleine offenbaren (z.B.: Kinder werden geboren etc.) - schon durchlebt.

Sie erleben nunmehr einen Schwebezustand. Dieser ist häufig mit einer mehr nach innen gerichteten Frage verknüpft. Sie klingt als würde das Leben erneut seine Anlauf nehmen: „Was ist meine Lebensaufgabe“.

Gemeint ist im Grunde: „Wer kann ich noch werden? Was kann ich noch verwirklichen? Ist dies schon alles gewesen? Wodurch könnte ich - noch mehr als bisher - mich Selbst und den Sinn meines Lebens erkennen?“.

Damit hat die Lebensfrage eine spirituelle Dimension erreicht, deren Erfüllung sich geistig Suchende häufig recht konkret vorstellen, nämlich als das Gelingen einer äußeren Aktivität wie z.B. geistiges Heilen und Belehrungen geben, mediales Channeling, Gründen eines spirituellen Zentrums gründen, Meditationen leiten, Lebensberatungen geben, etc.

Eine solche Tätigkeit kann durchaus Ausdruck einer erfolgten Sinnfindung und inneren Entfaltung sein. Einerseits entscheiden äußere Lebensumstände (Erfolg, Bekanntheitsgrad, Gelegenheiten, etc.) mit beim Gelingen ihrer Umsetzung.

Andererseits - und dies ist nach Ansicht des Autors entscheidend - kommen solche geistige Begabungen oft aufgrund eines vorbereitenden „Trainings“ zustande, das bereits in früheren Inkarnationen stattgefunden hat.

Er konnte beobachten, dass - als Beispiel herausgegriffen - gerade solche Menschen im geistigen Heilen oder Gesundbeten besonders engagiert und erfahren vorgingen, die in früheren Inkarnationen schamanistisch tätig gewesen waren, mit Kräutern geheilt, an rituellen Trance-Tänze teilgenommen, oder als Wundarzt gewirkt hatten. Dieser Personenkreis konnte dadurch auf ein an hellblauer Farbe reiches aurisches Feld zurückgreifen das geistiges Heilen im Jetzt begünstigt.

Bei geistigen Begabungen kann es sich auch um eine erfolgreiche Sublimierung und Höhertransformierung einer - als Vorbereitung dienenden - Inkarnationstätigkeit zu einer weiteren (z.B. von einer Priesterinkarnation, die Segen spendet zu einer ausgereiften fähigen Heilerinkarnation, vom Künstler zum Prediger, vom Schriftsteller zum Gesundbeter, etc.).

Um dies zu erkennen, ist die Deutung der Aurafarben, welche sich durch die jeweiligen Inkarnationen gebildet haben, hilfreich.

 Religiöser Glaube, Gebete, Meditation, spirituelle Lehrer, unsere eigene geistigen Führer etc. können uns helfen, die geistigen Schätze und Errungenschaften aus früheren Inkarnationen in fruchtbarer und sinnvoller Weise wieder zu aktivieren.

Dies ist in der Regel der Weg des geringsten Widerstandes, denn ein Weg, der einmal beschritten wurde, ist am leichtesten wieder zu gehen und zu vertiefen, da auf bestehende Anlagen aufgebaut werden kann.    

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